Atel will 2 neue CH-Atomkraftwerke
1 Kommentar bis jetzt
Kommentieren
Dezember 20, 2006, 8:54
Gespeichert unter: Tagespolitik
Gespeichert unter: Tagespolitik
Giovanni Leonardi, Chef Stromkonzern ATEL, will 2 neue CH-Atomkraftwerke an den bisherigen Standorten erstellen, gemäss NZZ vom 11.Dez.06. Dies als notwendiger Ersatz der drei älteren, bisherigen Atomkraftwerke. Ein neues Atomkraftwerk kostet 3-4 Milliarden Franken. Mit diesem Geld könnte man doch auch durch Private sehr viele kleine, dezentrale, erneuerbare Energieanlagen (Solar, Biogas, Wasser, Wind, etc.) erstellen, ohne radioaktive Abfälle?
1 Kommentar bis jetzt
Kommentieren
Kommentieren
Zeilen- und Absatzumbrüche automatisch, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt, HTML-Tags zulässig:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
Ich glaube wir müssen die Energieversorgung pragmatischer und weniger ideologisch angehen. Genauso wie wir die Schweiz nicht zu 100% mit Atomenergie versorgen möchten, kann der Stromverbrauch auch (noch) nicht vollständig mit erneuerbaren Energien gedeckt werden. Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit braucht es wie bis anhin einen gesunden Energiemix aus Atomkraft und innovativen erneuerbaren Energien.
Wenn man bedenkt, dass der Anteil der Kernenergie an der inländischen Stromproduktion im Jahresdurchschnitt ca. 38% beträgt und die 5 bestehenden Kernreaktoren eine Gesamtleistung von 3.2 GW erbringen, dann können Kernkraftwerke bei allem Energiesparwillen momentan nicht weggedacht werden. Und da in rund 10 Jahren aus sicherheitstechnischen Gründen die ersten Reaktoren abgestellt werden müssen, darf die Diskussion über einen Ersatz dieser Atomanlagen zum jetzigen Zeitpunkt nicht verweigert werden. Sonst stehen wir irgendwann vor dem Punkt viel emmissionsreichere Gaskraftwerke bauen zu müssen, da die Zeit zum Bau eines neuen Atomkraftwerks aus bewilligungstechnischen und bauplanerischen Gründen nicht mehr reicht. Ich bin auch kein Fan von radioaktiven Abfällen, aber solange die Forschung keine besseren Technologien zur Betriebsreife gebracht hat, welche den Energiebedarf zu decken vermögen, können wir auf AKW’s wohl nicht verzichten. Selbstverständlich muss aber auch die Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien intenisiviert werden und private dezentrale Projekt sind natürlich jederzeit zu begrüssen.
Meines Erachtens braucht die Schweiz auch keine 5 Atomkraftwerke mehr. Die neuste Reaktoren-Generation kann rund 5 Mal mehr Energie erzeugen, als der „modernste“ Reaktor der Schweiz. Aus diesem Grund schlage ich vor, alle Atomkraftwerke in der Schweiz abzuschalten und im Zürcher Weinland zwei neue Reaktoren der neusten Generation zu erstellen (einer davon nur als Sicherheit, falls der andere ausfällt). Dies brächte ausserdem den Vorteil, dass man die gebrauchten Brennstäbe direkt an Ort und Stelle im für die Endlagerung des Atommülls geeigneten Opalinuston versenken und so auf die medienträchtigen Castortransporte verzichten könnte.
Kommentar von Alain Schreiner Dezember 21, 2006 @ 12:51