Gespeichert unter: Minergie-Standard
Der in Umweltkreisen bekannte Prinz Charles von England baut für seinen 25-jährigen Sohn William ein Pilotprojekt, nämlich ein grosses, sehr gut isoliertes Oekohaus mit Solarheizung in England an der Grenze zu Wales.
Gespeichert unter: Minergie-Standard
Kluge Leute bauen MINERGIE-Häuser
Neue Häuser werden gebaut für 30 bis 60 Jahre oder mehr. Die Energiekosten steigen an. Jedes Jahr wird viel Geld bezahlt für Oel, Gas oder Strom für Heizung und Warmwasser. Zusätzlich wird damit die Umwelt belastet. Als Alternative werden heute sehr gut isolierte Häuser nach MINERGIE-Standard gebaut, zur Einsparung der teuren jährlichen Betriebskosten.
Das ist die Schlussfolgerung des interessanten, öffentlichen MINERGIE-Diskussionsabends mit engagierten Baufachleuten. Zum 5.Geburtstag der Energiestadt Zumikon freute sich Bauvorstand Fredi Zuberbühler über die grosse Zuhörerschaft. Dank der engagierten Zusammenarbeit des gesamten Gemeinderates und der Bevölkerung belegt Zumikon heute den stolzen 13.Rang unter den bisher 130 Energiestädten in der Schweiz. Zumikon hat auch am meisten Neubaufläche im MINERGIE-Standard in m2 pro Einwohner im Bezirk Meilen.
MINERGIE in Zumikon und Küsnacht weitverbreitet
Hansruedi Kunz, Leiter der Abteilung MINERGIE vom Kanton Zürich, zeigte eine interessante Entwicklung in den letzten 50 Jahren auf. Die Bevölkerung ist nur wenig angewachsen, das Gebäudevolumen hat sich jedoch verdreifacht und der Energiebedarf sogar verfünffacht. Parallel dazu ist auch die Umweltbelastung angestiegen. Mit dem Kyoto-Protokoll geben wir unseren Wunsch kund, die sich abzeichnende Klimaerwärmung infolge der Nutzung fossiler Energien zu verhindern. Viele Massnahmen wurden bereits ergriffen, im Verkehrsbereich sowie durch Wirtschaft, Gewerbe und Hausbesitzer im Gebäudebereich. Mit dem Label MINERGIE hat die Baudirektion des Kantons Zürich ein gesamtschweizerisches Label für moderne Bauten mit hoher Lebensqualität bei tiefer Umweltbelastung geschaffen. Vor allem in Zumikon, Küsnacht und Oetwil am See wurden schon viele private und öffentliche MINERGIE-Bauten realisiert. Zusätzlich zählen wir unter den 11 Gemeinden im Bezirk Meilen bereits die drei Energiestädte Zumikon, Küsnacht und Meilen.
Höchste Wohnqualität im MINERGIE-Haus
Architekt und Energieberater Roland Vogel schilderte die rasante Entwicklung der Bauqualität in den letzten Jahrzehnten. Brauchte ein durchschnittliches Haus 1970 ganze 21 Liter Oel pro m2 Wohnfläche zum beheizen, brauchte es 1998 noch 11 Liter pro m2 und ein modernes MINERGIE-Haus braucht heute nur noch 4 Liter pro m2. Heute stehen im Kanton Zürich bereits 1600 MINERGIE-Gebäude. Das MINERGIE-Gebäude zeichnet sich aus durch eine ca. 20 cm dicke Wärmedämmung von Fassade, Dach und Boden. Dazu gehören gut isolierende Fenster mit Zwei- oder Dreifachverglasung, eine moderne, effiziente Heizung (vielfach mit Sonnen- oder Erdwärme) und einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Dies ergibt eine ausgezeichnete Wohnqualität in allen Bereichen wie gleichmässige Innenraum-Temperaturen, besserer Lärmschutz, grössere Einbruchsicherheit, hohe Luftqualität (ohne Pollen und Insekten), minimaler Energieverbrauch und eine minimalste Umweltbelastung. Abschliessend betonte der Referent, dass der Nutzen gegenüber der Kosten deutlich überwiegt.
Subventionen für wärmetechnische Sanierungen
Thomas Nordmann, Leiter des schweiz. Gebäudeprogramms der Stiftung Klimarappen, erklärte deren hohe Ziele und attraktiven Anreize für alle Hauseigentümer. Pro Liter Benzin werden 1,5 Rappen belastet. Daraus werden mit einem Gesamtbudget von 182 Millionen Franken jedem Hausbesitzer auf Anfrage Zuschüsse an hochwertige wärmetechnische Gebäuderenovationen bezahlt. Diese werden berechnet nach m2 sanierter Baufläche und nach Investitionshöhe. Dieses Programm startete am 1.Juni 2006 und bis heute wurden bereits 2000 Renovations-Anmeldungen registriert. Alle diesbezüglichen Informationen sind unter www.gebaeudeprogramm.ch greifbar.
Grossfirmen bauen verantwortungsvoll
Die Allreal Generalunternehmung in Zürich erstellt viele Neubauten im wirtschaftlichen MINERGIE-Standard, gleich wie die Credit Suisse, die Swiss Re oder die IKEA. Martin Hofmann aus deren Geschäftsleitung stellte als neuestes Projekt die zukunftsweisende Null-Energie-Wohnüberbauung Eulachhof in Winterthur vor. Diese Siedlung wird im MINERGIE-P-Standard realisiert. Das P steht für Passivhaus, auch Nullenergiehaus genannt. Die total 136 Wohnungen werden Ende 2007 bezugsbereit sein und sind erschlossen mit einer neuen S-Bahn-Haltestelle. Dank höchster Bauqualität werden die Unterhaltsfolgekosten sehr tief ausfallen. Diese Wohnungen sollen zu Marktpreisen vermietet werden und eine marktübliche Rendite von rund 6 Prozent erwirtschaften. Die Bauherrschaft und zukünftigen Vermieter sind die Allianz Suisse Lebensversicherung und die Profond Vorsorgeeinrichtung.
Jeder Einzelne zählt
Die anschliessende Diskussion leitete Dr. Beat Walti, Präsident der freisinnig demokratischen Kantonsratsfraktion. Die Freisinnig Demokratische Partei als Hauptorganisator dieses dritten Energieabends zeigt damit, wie dringend ihr das Energieproblem und der Klimawandel ist. Sie sucht nach volkswirtschaftlich sinnvollen Wegen, wie die Versorgung der Schweiz mit Energie auch in Zukunft sichergestellt werden kann. Sie ist bestrebt, dass der CO2-Ausstoss verringert wird durch konsequentes Energiesparen und durch die vermehrte Förderung von erneuerbaren Energien. Dabei bevorzugt sie freiwillige Massnahmen und marktorientierte Mechanismen. Im Alltag klimabewusst handeln heisst, dass jeder Schweizer seine Verantwortung bewusst übernehmen muss. Ob als Unternehmer oder Angestellter, Politiker oder Privatperson, bei allen täglichen Entscheiden muss er der Energie- und Umweltproblematik Rechnung tragen.