Gespeichert unter: Photovoltaik
Gemäss der deutschen Zeitung „Die Welt“ vom 18.Nov.06 wird die Photovoltaik durch neue Produktionsverfahren effizienter. Deutschland ist klarer Weltmeister bei der Herstellung, gefolgt von Japan. Auch bei der jährlich neu installierten PV-Leistung führt Deutschland mit 600 Megawatt klar, gefolgt von Japan mit 370 MW, USA mit 160 MW und Spanien und China mit jet 100 MW.
Gespeichert unter: Photovoltaik
Liebe Energiefreunde
Wie alle wissen, setzt sich die FDP Bezirk Meilen seit Frühling 2006 stark für eine umweltfreundlichere Energiepolitik ein. Mitte Woche leiteten wir den 40 FDP-Nationalräten untenstehenden Bericht zu den Energieverhandlungen in Bern weiter.
Begründung dazu war unter Anderem auch Herr Sterns Aussage (Ex-Chefökonom der Weltbank):
„Die Nullreaktion der freien Marktwirtschaft auf die CO2-Problematik ist das grösste Marktversagen aller Zeiten.
Grundsätzlich haben wir für das Ueberleben keine andere Wahl, als Energie zu sparen und die erneuerbaren Energien massiv zu fördern, es stellt sich heute nur die Frage der Geschwindigkeit. Entweder wir starten jetzt und fördern ein sinnvolles, überlegtes Wachstum, oder wir warten noch länger ab und müssen dann plötzlich mit schnellen, massiven Korrekturen und immensen Kosten einschreiten“.
Am kommenden Montagnachmittag (11.Dez.) wird der Nationalrat die erneuerbaren Energien behandeln.
Viele Grüsse
Regula Baggenstos
FDP Bezirk Meilen, Gruppe Energie
Bericht an den Nationalrat:
Wunsch zu den aktuellen Energie-Verhandlungen in Bernfür ökologisch sinnvolle Gesetzesänderungen als Resultat aus den vielen Energieveranstaltungen der FDP Bezirk Meilen/Zürich
Ja zur aktiven Förderung der Photovoltaik: Zum Stromversorgungsgesetz (StromVG) im Nationalrat gehört ganz dringend die aktive Förderung der Photovoltaik auch in der Schweiz! Drei Gründe sprechen dafür: A. Technisch sinnvoll und erforderlichÿ sehr hohe Betriebssicherheit, minimale Gefahr von Blackouts und politischen Anschlägen, da viele Kleinstanlagenÿ direkte Anwendung der hochwertigen Schweizer Solarforschung, international an vorderster Front dabeibleiben und vom Verkaufs-Boom profitierenÿ dezentrale Erzeugung am Ort der Verbraucher im Niederspannungsbereichÿ kein Ausbau von Hochspannungsnetz nötig, weniger Leitungsverlusteÿ Produktion tagsüber mit optimaler Deckung der Mittags-Verbrauchsspitzeÿ viel weniger Netz-Reserveleistung nötig bei Ausfall einer Anlageÿ ökonomische und ökologische Wirtschaftlichkeit in Reichweite B. Klimaschutzÿ einheimische erneuerbare Energieÿ Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung ÿ minimaler Unterhalt, lange Lebensdauerÿ starke CH-Sonneneinstrahlung von 1050-1600 KWh/m2/Jahr, Spanien 1700, Deutschland 1015, Sizilien 1800, Sahara 2270ÿ Auf CH-Dächern können mit Solarzellen 25% des Strombedarfs erzeugt werden! C. Finanziell boomende Solarindustrie als zukünftiger Schlüsselmarktÿ bereits 35 Länder haben Einspeisevergütung erfolgreich eingeführt wie Deutschland, Japan, Spanien, Kalifornien (USA), Frankreich, Italien, Südkorea, Griechenland, China, etc.ÿ politische Unterstützung für weltweite Boomindustrie mit 40% Wachstum/Jahr. Unter den Marktführern sind Firmen wie Suntech und Sunpower, beide an der Nasdaq kotiert, aber auch Grosskonzerne wie Sharp und BP. Führend sind Japan, Deutschland, Spanien und neu Kalifornien mit der Venture-Capital-Szene im Silicon Valley, dank staatlichen Subventionen, Anreizmechanismen und Forschungsprogrammen.ÿ Nach Preisstagnation werden auf nächstes Jahr weitere Preissenkungen erwartet. Konkurrenzfähigkeit mit Strom ab Steckdose in CH in 10-15 Jahren.ÿ In Linthal/Glarus planen Investoren den Bau einer Solarmodulfabrik (Solar Plant Swiss), die ab Ende 2007 die Produktion starten soll. Dieses und weitere innovative Projekte in der Schweiz sind dringend auf einen funktionierenden Heimmarkt angewiesen. Beim Stromversorgungsgesetz ist eine Entschädigung für neue erneuerbare Energien und Massnahmen zur effizienten Stromnutzung vorgesehen (Kostendeckende Einspeisevergütung): die Nationalratskommission will dazu eine Abgabe von 0.6 Rp./kWh erheben, der Ständerat will 0.5 Rp./kWh. Der Ständerat hat mit seinen Beschlüssen eine kostendeckende Vergütung für die Photovoltaik verunmöglicht. Der Nationalrat soll dies dringend korrigieren. Die FDP muss dringend der Variante UREK NR den Rücken stärken. Unsere FDP-Parlamentarier sollen sich für eine kostendeckende Einspeisevergütung für ALLE erneuerbaren Energien einsetzen, also auch für die Photovoltaik. Nur damit wird sie in Zukunft einen wesentlichen Beitrag an die CH- Stromversorgung leisten (Bis im Jahr 2040 ca. 20% möglich, falls heute endlich eine echte politische Unterstützung beschlossen wird).
Die Schweiz betreibt eine hochwertige Photovoltaik-Forschung, hat es aber bisher versäumt, Rahmenbedingungen zur Umsetzung dieser Erkenntnisse zu schaffen.
Begründung mit Fall-Beispielen Bei einer privaten Photovoltaik-Anlage von 11kW auf dem Dach eines Einfamilienhauses in Herrliberg ZH bot das örtliche Elektrizitätswerk einen Abnahmepreis für Solarstrom von 40 Rappen an, als Angebot der Axpo. Die Axpo selbst verkauft den Solarstrom aber für 85 Rappen. Diese unverständliche Verhinderungspolitik für zukünftige Photovoltaikanlagen muss mit einer kostendeckenden Einspeisevergütung dringend angepasst werden. Trotz schlechtester Rahmenbedingungen wurden im Bezirk Meilen z.B. in Küsnacht (13’000 Einw.) 7 private Photovoltaikanlagen ans Netz angeschlossen und in Herrliberg (5′500 Einw.) deren 5. Dies entspricht heute durchschnittlich einer Photovoltaikanlage auf 1’500 Einw. Die Bürger sind umweltbewusst, und die Politiker? Kosten
Die reinen Herstellungskosten der Module sind in den letzten Jahren stark gesunken. Das EEG (Erneuerbares Energien Gesetz von Deutschland) hat somit wie geplant bewirkt, dass dank Massenproduktion, Produktivitätssteigerungen und technischem Fortschritt die Kosten gesenkt werden konnten. Weltweit ist die stetig steigende Nachfrage nach Solarmodulen sehr hoch. Das führte dazu, dass alle Firmen entlang der Wertschöpfungskette ihre Gewinne für eine Verstärkung des Wachstums, der Forschung und den Weiterausbau ihrer Produktionsanlagen einsetzten. Daraus resultierten für die Konsumenten vorübergehend stagnierende statt sinkende Preise. Aber im langjährigen Trend führt jede Verdoppelung des Marktvolumens zu einer Preissenkung von 15-20%!
Die photovoltaische Energiewandlung ist wegen der Herstellungskosten der Solarmodule im Vergleich zu herkömmlichen Kraftwerken heute noch deutlich teurer, wobei allerdings große Teile der Folgekosten der konventionellen Energiewandlung nicht in die heutigen Energiepreise mit eingehen.
Da Fotovoltaikanlagen keine beweglichen Teile beinhalten, sind sie sehr langlebig. Die hohen Investitionskosten können daher über einen langen Zeitraum von ca. 30 Jahren abgeschrieben werden.
Entwicklung Solarstromerzeugung in Deutschland + Schweiz
In Deutschland haben das Stromeinspeisegesetz und insbesondere das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) zu einem Boom bei der Errichtung von Fotovoltaikanlagen geführt. So wurde Ende Juni 2005 die Schwelle von 1.000 MW installierter elektrischer Leistung von Fotovoltaikanlagen überschritten, das entspricht einem grossen konventionellen Kraftwerk und bedeutet eine Verhundertfachung in den letzten 10 Jahren.
Gesamthaft bis Ende 2005 installierte Solarstromanlagen pro Einwohner in D und CH
Diagramm aus dem CH-Bulletin von SEV/VSE 10/06 Das erreichbare Potenzial in Deutschland ist sehr hoch: Würden 2 Prozent der Gesamtfläche des Landes mit Solarzellen bedeckt, könnte Deutschland theoretisch bereits heute seinen ganzen elektrischen Jahresverbrauch decken. Dies ist berechnet mit der heute verfügbaren Technik und trotz der scheinbar schlechten Bedingungen der Sonneneinstrahlung.Der Einwand, die Fläche in Mitteleuropa würde für einen wesentlichen Anteil von Fotovoltaik zur Energieversorgung nicht ausreichen, ist somit nicht haltbar. Die nötige Fläche könnte über die Nutzung bisher bebauter Flächen (Dächer, Parkplätze, etc.) erreicht werden. Die Photovoltaik kann daher langfristig auch in Deutschland einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung liefern. Was ist Photovoltaik?
Photovoltaik (auch Fotovoltaik) ist die Umwandlung von Sonnen-Strahlungsenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen. 1958 diente sie erstmals Weltraumsatelliten zur Energieversorgung. Heute wird sie zur Stromerzeugung auf der ganzen Welt eingesetzt vor allem auf Dachflächen, aber auch Parkscheinautomaten, Schallschutzwänden oder Freiflächen.
Photo = Licht (griechisch) / Volta = Alessandro Volta (Elektrotechnik-Pionier)
Die erzeugte Elektrizität kann entweder vor Ort genutzt, in Akkumulatoren gespeichert oder in Stromnetze eingespeist werden.
Für weitere Fragen: Swissolar = Schweiz. Fachverband für Sonnenenergie
Neugasse 6, CH-8005 Zürich stickelberger@swissolar.ch
Fon +41 44 250 88 33, Fax +41 44 250 88 35
Quelle, falls nicht erwähnt: www.wikipedia.org